Religiöse Toleranz
Toleranz ist die Basis menschlichen Zusammenlebens. Ich halte es für angebracht einmal aufzuschreiben, was ich glaube in meinem bisherigen Leben über Religionen gelernt zu Haben.
Viele Menschen suchen in den Religionen halt. Ich halte es für unerlässlich andere Glaubensrichtungen ebenso wie Nichtglauben zu respektieren, aber auch offen menschenunwürdige Realitäten anzusprechen.
Viel zu oft werden Religionen als Vorwand genommen, die eigene Macht auszuweiten oder anderen Menschen vorzuschreiben wie sie zu leben haben. In der westlichen Welt wird dem Islam oft kritisch begegnet, weil er zur religiösen Intoleranz und Gewalt aufrufen würde. Doch auch in der Bibel und in der Tora findet man Zeilen, die man als Gewaltaufruf oder als frauenfeindlich interpretieren kann.
Die religiösen Schriften entstanden alle vor langer Zeit. Die Werte der Gesellschaft waren damals andere – diese konservativen Werte haben allerdings durch die Glaubensschriften teilweise bis in die heutige Zeit eine gewisse Aktualität. Ich halte die Glaubensschriften durchaus für interessant, manchmal findet man dort auch Weisheiten die in gewissen Lebenssituationen hilfreich sein können. Ich halte es allerdings für gefährlich wenn man ohne jegliche Kritik die Worte einer heiligen Schrift als unumstößliche Wahrheit auslegt.
Dieser Artikel soll niemanden von Glauben oder Nichtglauben überzeugen, sondern als ein Aufruf für mehr religiöse Toleranz verstanden werden.
Hallo! Ich möchte mich ganz herzlich für das Besuchen unserer Webseite bedanken. Den obigen Artikel möchte ich noch ein wenig ergänzen.
Ich möchte klarstellen, dass ich ein gläubiger Katholik bin, das heißt aber nicht, dass ich jedes kleinste Detail der Bibel oder Aussagen des Papstes in meinen Glauben aufnehme. Glaube braucht es damit sich Menschen festhalten, anstützen und orientieren können. In welcher Religion und Form der Glaube ausgeübt wird spielt überhaupt keine Rolle. Ich kann mich aber am besten mit der christlichen Religion identifizieren.
Viele denken, Katholiken sind konservativ. Ich bin ein Jugendlicher und eher das Gegenteil von Konservativ. Auf Neues muss man sich einlassen. Der Herr will das Neue und eben auch die Toleranz. Sogar seinen Mördern, hat ER am Kreuz verzeiht.
Jesus war arm, dann kann der Stellvertreter Christi auf Erden, der Papst, nicht in Prunk leben. Es gab und gibt viele Misstände und Blödsinne in der Religionsgeschichte, aber nicht das Äußere zählt, sondern Gott.
Viele meinen er ist im Himmel, weit weg von uns – so ein Schwachsinn. Er ist in unseren Mitmenschen, in unseren Kollegen, in den guten Taten, ja sogar in jedem freundlichen Wort. Wir müssen uns nur öffen, uns einlassen auf IHN, dann können wir SEINE Fülle erfahren, denn Gott füllt alle Leerräume im Leben, die wir uns mit materiellen Dingen nicht erfüllen können.
Beste Grüße
die Katholische Jugend Feldthurns
i.A. Stefan aus Südtirol